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Simon Wachsmuth

Die Dinge kann ich nicht mehr sehen, wie ich sie einmal sah

Texte von Cosima Rainer und Markus Bertsch
Zweisprachig (Deutsch/Englisch)
32 Seiten mit rund 30 Abbildungen
Paperback, 21 x 29,5 cm
Euro 15.- / SFr 27.-
ISBN 3-939739-13-8

erschienen im Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2007


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Simon Wachsmuths Installation für den Kunstraum Dornbirn spielt mit dem Formenvokabular musealer Präsentation und erinnert unter anderem an die Inszenierungen in Naturkundemuseen. Seine Installation knüpft damit indirekt an das im selben Areal wie der Kunstraum Dornbirn untergebrachte Naturerlebnismuseum Inatura an.
Im Unterschied zu einer akkuraten wissenschaftlichen Erzählweise füllt Wachsmuth die Vitrinen und Kabinette aber mit Objekten und Fundstücken, die zwar aus naturwissenschaftlichen Zusammenhängen kommen, sich bei näherer Betrachtung aber in eigenartigen Kombinationen mit seltsamen Zitaten befinden. Er bewirkt dadurch eine andere Art des Denkens und Wahrnehmens, die sich von der geradezu ermüdenden Korrektheit von Naturkunde- und sonstigen Museen auffallend unterscheidet. Mimikryartig ahmt Wachsmuth die Autorität generierende Gestaltung von Museumspräsentationen nach. Erst das assoziativ und paradox gestaltete Zusammenspiel der Vitrineninhalte und Ausstellungsobjekte macht deutlich, dass hier die angeeignete Autorität auch schon wieder untergraben werden soll. Durch diese Irritationen wird man als BetrachterIn aktiviert, eine eigene Leseweise zu entwickeln.